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| Kein Fußbreit den Faschisten - Ob in Dresden oder anderswo! 20.02.2012 |
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Am gestrigen Samstag demonstrierten 15.000 Antifaschist_innen in Dresden, um klar Stellung gegen Neonazis und Polizeigewalt zu beziehen. Anlass war der mittlerweile alljährlich stattfindende Neonaziaufmarsch. In diesem Jahr sollte es jedoch nicht mehr dazu kommen.
"Bereits am Montag ist es uns gelungen, den Fackelzug von 1000 Neonazis in Dresden massiv zu stören und zu blockieren. Ihre Route wurde auf lediglich 1200 Meter verkürzt, danach konnten sie keinen Schritt mehr tun. Offenbar haben wir die Nazis damit so sehr einschüchtern können, dass am Samstag darauf keine Demonstration mehr stattfand.", erklärt Michaela Trenner. Vergangenen Mittwoch mobilisierten Neonazis zusätzlich zum Trauermarsch nach Cottbus. Auch hier wird versucht mit Geschichtsrevisionismus an eine Gedenkkultur anzuknüpfen. Das lokale Bündnis "Cottbus Nazifrei" rief zu Blockaden auf und 1000 Menschen kamen, um sich wie in Dresden den Nazis friedlich in den Weg zu setzen. Die Demo der Nazis wurde durch 3 Blockaden erheblich gestört, allerdings mit Hilfe von unverhältnismäßigem Gewalteinsatz der Polizei gegenüber den Antifaschist_innen durchgesetzt. Michaela Trenner sagt weiter: "Es ist nicht hinnehmbar, dass Neonazis durch Dresden und Cottbus marschieren, um das Gedenken an die Bombardierung der Stadt für ihre rechtsradikale Propaganda zu missbrauchen. Genau diese Ideologie war es, die 1939 zum Zweiten Weltkrieg und letztendlich dazu geführt hat, dass Dresden bombardiert wurde." Die Demonstration am 18.2. richtete sich jedoch nicht nur gegen den Aufmarsch, sondern auch gegen die derzeitigen politischen Verhältnisse in Sachsen. Dazu sagt Markus Günther: "In den letzten Jahren kam es immer wieder bereits im Vorfeld zu massiven Repressionen durch die Polizei, um die Blockaden zu verhindern. Dies ist jedoch nur ein Versuch, antifaschistisches Engegament zu kriminalisieren. Dabei wird jedesmal auf die Extremismus-Theorie verwiesen, die jedoch auch aus wissenschaftlicher Perspektive unhaltbar ist." Abschließend sagt Michael Wolff: "Dresden Nazifrei war in diesem Jahr ein voller Erfolg, die Neonazis haben ihren Aufmarsch in Dresden offensichtlich endgültig aufgegeben. Doch auch in anderen Städten werden in Zukunft Aufmärsche stattfinden. Diese sind ebenfalls zu verhindern und deshalb gilt für uns weiterhin: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Entsprechend werden wir auch in Zukunft mobilisieren, um derartige Demonstrationen zu blockieren." |





